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Prävention

Zahnröntgen: Was die Aufnahmen zeigen und wann sie sinnvoll sind

Eine Röntgenaufnahme ergänzt die Untersuchung, ersetzt sie jedoch nicht. Der Bedarf hängt von den Symptomen, der Vorgeschichte und dem individuellen Risiko ab.

Zahnmedizinische Fachkraft zeigt einem Patienten ein Röntgenbild auf einem Bildschirm.

Eine Zahnröntgenaufnahme kann Bereiche sichtbar machen, die bei der Untersuchung im Mund nicht direkt zu sehen sind – etwa Zahnzwischenräume, Zahnwurzeln und den Kieferknochen. Deshalb braucht aber nicht jeder Mensch bei jedem Zahnarzttermin ein Röntgenbild. Zunächst werden Beschwerden, Vorerkrankungen und der klinische Befund berücksichtigt. Dann wird entschieden, ob eine Aufnahme zusätzliche Informationen liefern kann.

Einzelzahnaufnahme oder Panoramaröntgen: Was ist der Unterschied?

Eine periapikale Röntgenaufnahme zeigt einen oder mehrere Zähne einschließlich Wurzeln und angrenzendem Knochen im Detail. Sie kann beispielsweise helfen, die Ursache örtlich begrenzter Schmerzen abzuklären oder eine Behandlung zu kontrollieren. Eine Panoramaaufnahme bildet dagegen beide Kiefer und viele Zähne in einer Gesamtansicht ab. Sie eignet sich für bestimmte Fragen zur Zahnstellung, Entwicklung und Behandlungsplanung, ersetzt aber keine Detailaufnahme, wenn diese benötigt wird.

Lässt sich Karies immer auf einem Röntgenbild erkennen?

Nein. Röntgenbilder und die Untersuchung der Zähne ergänzen sich. Sehr frühe Kariesveränderungen sind nicht immer eindeutig zu erkennen; auffällige Stellen auf einem Bild müssen fachlich beurteilt werden. Zur Untersuchung der Zahnzwischenräume können außerdem sogenannte Bissflügelaufnahmen sinnvoll sein. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über Karies, ihre Anzeichen und mögliche Behandlungen.

Wie häufig sollte geröntgt werden?

Einen festen Zeitplan für alle gibt es nicht. Die American Dental Association hat 2026 ihre Empfehlungen zur Auswahl notwendiger Röntgenaufnahmen aktualisiert. Maßgeblich sind unter anderem der Untersuchungsbefund, das Alter, die Krankengeschichte, das individuelle Risiko und der diagnostische Nutzen. Bereits vorhandene Aufnahmen können helfen, unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Nicht jeder Erstbesuch oder jährliche Kontrolltermin erfordert automatisch eine vollständige Röntgenserie.

Wie sieht es mit der Strahlenbelastung aus?

Auch Zahnröntgenaufnahmen verwenden ionisierende Strahlung. Deshalb sollte jede Aufnahme medizinisch begründet und die Strahlenbelastung möglichst gering gehalten werden. Üblicherweise sind die Dosen niedrig, trotzdem gilt: Es sollten nur die Bilder angefertigt werden, die für die jeweilige Fragestellung nötig sind. Informieren Sie das Behandlungsteam, wenn Sie schwanger sind oder sein könnten. Verzichten Sie nicht eigenmächtig auf eine medizinisch notwendige Untersuchung oder Behandlung.

Diese Fragen können Sie vor einer Aufnahme stellen

  • Welche konkrete Frage soll die Röntgenaufnahme beantworten?
  • Gibt es bereits ein aktuelles Bild, das sich verwenden lässt?
  • Welche Bedeutung hat das Ergebnis für die Behandlungsentscheidung?
  • Wie erhalte ich eine Kopie für meine Unterlagen?

Bei der zahnärztlichen Vorsorge bei RR Estudio Dental in Obarrio können Sie Ihren Untersuchungsbedarf besprechen. Ob und wie nötige Röntgenaufnahmen organisiert werden, wird individuell geklärt. Eine eigene Röntgenabteilung der Praxis wird hier nicht vorausgesetzt.

Medizinische Quellen