Prävention
Mundtrockenheit: Warum es dazu kommt und wie man Zähne und Zahnfleisch pflegt
Speichel schützt Zähne und Mundschleimhaut. Bei anhaltender Mundtrockenheit ist es wichtig, mögliche Ursachen zu klären und geeignete Gegenmaßnahmen zu besprechen.
Bei Mundtrockenheit (Xerostomie) fühlt sich der Mund an, als sei zu wenig Speichel vorhanden. Das kann Sprechen, Kauen, Schlucken und Schlafen erschweren. Speichel schützt die Zähne, reinigt die Mundhöhle und hilft, Säuren zu neutralisieren. Anhaltende Mundtrockenheit kann daher das Risiko für Karies und andere Beschwerden erhöhen. Entscheidend ist, die Ursache zu klären und die Pflege darauf abzustimmen.
Welche Ursachen kann Mundtrockenheit haben?
Bestimmte Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Mundatmung und verschiedene Erkrankungen können Mundtrockenheit begünstigen. Manche Menschen bemerken sie besonders nach dem Aufwachen. Ein trockenes Mundgefühl beweist allein jedoch keine bestimmte Erkrankung. Halten die Beschwerden an, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.
Teilen Sie dem Behandlungsteam mit, welche Medikamente Sie einnehmen – auch rezeptfreie Präparate. Setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab und verändern Sie die Dosierung nicht, um auszuprobieren, ob dadurch die Mundtrockenheit nachlässt.
Welche Anzeichen sollten Sie ernst nehmen?
- Sie haben wiederholt Schwierigkeiten, trockene Speisen zu kauen oder zu schlucken oder länger zu sprechen.
- Sie bemerken Brennen im Mund, rissige Lippen, schlechten Geschmack oder anhaltenden Mundgeruch.
- Es treten wiederholt Kariesstellen oder Zahnfleischbeschwerden auf, obwohl Sie Ihre Zähne regelmäßig pflegen.
Wenn Sie zugleich unter anhaltendem Mundgeruch leiden, können beide Beschwerden zusammenhängen. Aus dieser Kombination lässt sich aber noch keine Diagnose ableiten.
Was kann helfen und die Zähne schützen?
- Trinken Sie über den Tag verteilt regelmäßig kleine Schlucke Wasser.
- Wenn Kauen für Sie unproblematisch ist, können Sie nach geeigneten zuckerfreien Kaugummis fragen, die den Speichelfluss anregen. Auch Speichelersatzprodukte kommen gegebenenfalls infrage.
- Versuchen Sie nicht, den Mund ständig mit zuckerhaltigen Bonbons oder süßen Getränken feucht zu halten.
- Putzen Sie die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta und reinigen Sie die Zwischenräume. Fragen Sie bei erhöhtem Kariesrisiko nach zusätzlicher Vorsorge.
Wann sollten Sie einen Termin vereinbaren?
Wenn Mundtrockenheit ohne erkennbare Ursache mehrere Tage anhält, Ihre Mahlzeiten beeinträchtigt oder zusammen mit Wunden und anderen Veränderungen auftritt, sollten Sie zahnärztlichen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen. Bei der Untersuchung lässt sich auch prüfen, ob Karies entstanden ist. Lesen Sie dazu unsere Hinweise zu Karies und ihren frühen Anzeichen.
Eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung bei RR Estudio Dental in Obarrio kann helfen, Ihren individuellen Pflegebedarf zu beurteilen. Dieser Artikel ersetzt keine Untersuchung.