Prävention
Sportmundschutz: Worauf Sie bei Auswahl und Austausch achten sollten
Ein Sportmundschutz sollte gut sitzen, die Atmung nicht behindern und nach Veränderungen des Bisses auf seine Passform geprüft werden.
Ein Sportmundschutz kann Zähne und Weichgewebe bei Sportarten schützen, bei denen Schläge oder Stürze möglich sind. Das betrifft nicht nur Boxen oder andere Kontaktsportarten: Auch beim Skateboardfahren, Turnen und Radfahren können Zahnverletzungen entstehen. Kein Mundschutz beseitigt jedes Risiko. Ein gut sitzendes Modell kann aber eine sinnvolle Schutzmaßnahme sein.
Welche drei Arten von Sportmundschutz gibt es?
- Vorgefertigter Mundschutz: meist günstig und sofort einsetzbar, allerdings kann er locker sitzen oder das Sprechen erschweren.
- Thermoplastisch anpassbarer Mundschutz: wird nach Herstelleranleitung zu Hause an die Zahnform angepasst. Eine unzureichende Anpassung kann Halt und Tragekomfort beeinträchtigen.
- Individuell angefertigter Mundschutz: wird von einer Fachperson für die jeweilige Zahn- und Kieferform hergestellt. Er kann präziser sitzen, ist aber meist teurer.
Woran erkennen Sie eine gute Passform?
Der Mundschutz sollte halten, ohne dass Sie ständig die Zähne fest zusammenbeißen müssen. Atmen und Sprechen sollten weiterhin möglich sein, und es dürfen keine Druckstellen entstehen. Prüfen Sie den Sitz, wenn das Material Risse, scharfe Ränder oder einen schlechten Halt zeigt. Schneiden Sie nicht eigenmächtig tiefe Aussparungen hinein und verwenden Sie keinen Haushaltskleber.
Was gilt bei fester Zahnspange oder Retainer?
Bei Brackets kann ein angepasster Mundschutz nötig sein, der genügend Platz für die Apparatur bietet und Lippen und Wangen schützt. Ein Standardmodell ist deshalb nicht immer geeignet. Herausnehmbare kieferorthopädische Apparaturen wie Retainer sollten beim Kontaktsport nicht ohne ausdrückliche Empfehlung der behandelnden Fachperson getragen werden. Hinweise zum Alltag mit Brackets finden Sie in unserem Beitrag über Mundhygiene bei festen Zahnspangen.
Wie reinigt und bewahrt man einen Mundschutz auf?
Spülen Sie ihn vor und nach der Benutzung ab, reinigen Sie ihn materialgerecht und lassen Sie ihn trocknen. Ein belüftetes Etui schützt beim Transport. Hitze kann den Mundschutz verformen. Bei Kindern und Jugendlichen sowie nach Veränderungen der Zahnstellung sollte der Sitz erneut überprüft werden. Wird bei einem Unfall ein Zahn beschädigt, sollte er zahnärztlich untersucht werden: Der Mundschutz ersetzt keine Behandlung.
Bei einer zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung bei RR Estudio Dental in Obarrio können Sie Fragen zum Schutz Ihrer Zähne besprechen. Ob individuell angefertigte Sportmundschutze in der Praxis erhältlich sind, muss vorher bestätigt werden.