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Prävention

Saure Getränke und Zahnerosion: So können Sie Ihren Zahnschmelz schützen

Säurebedingte Zahnerosion ist etwas anderes als Karies. Entscheidend sind auch die Häufigkeit des Säurekontakts und die Schutzwirkung des Speichels.

Person, die ein Erfrischungsgetränk mit einem Strohhalm trinkt.

Bei einer Zahnerosion geht harte Zahnsubstanz durch Säuren verloren, die nicht unmittelbar von Kariesbakterien gebildet werden. Säurehaltige Erfrischungs-, Energie- oder Sportgetränke und Zitrussäfte können dazu beitragen – auch wenn sie zuckerfrei sind. Ein gelegentliches Getränk schädigt nicht automatisch Ihre Zähne. Entscheidend sind die Menge, die Häufigkeit und die Art des Konsums.

Was unterscheidet Zahnerosion von Karies?

Bei Karies entstehen Säuren, wenn Bakterien Zucker und andere Kohlenhydrate abbauen. Eine Erosion kann dagegen durch Säuren aus Getränken und Lebensmitteln sowie durch Magensäure entstehen, beispielsweise bei häufigem Erbrechen oder Reflux. Beide Veränderungen können gleichzeitig auftreten. Mehr über Karies erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Karies und ihren Ursachen.

Welche Gewohnheiten erhöhen die Säurebelastung?

  • Über mehrere Stunden immer wieder kleine Schlucke eines säurehaltigen Getränks trinken.
  • Das Getränk vor dem Schlucken länger im Mund behalten.
  • Mehrmals täglich stark säurehaltige Getränke konsumieren, auch wenn sie als zuckerfrei beworben werden.
  • Unter anhaltender Mundtrockenheit leiden, wodurch die schützende Wirkung des Speichels nachlassen kann.

So können Sie den Zahnschmelz schützen

Trinken Sie im Alltag möglichst Wasser. Säurehaltige Getränke sind besser eine gelegentliche Wahl und sollten nicht über Stunden hinweg getrunken oder im Mund hin- und hergespült werden. Nach Säurekontakt können Sie mit Wasser nachspülen. Die ADA empfiehlt, ungefähr eine Stunde mit dem Zähneputzen zu warten, anstatt die Oberfläche sofort zu schrubben. Eine geeignete fluoridhaltige Zahnpasta bleibt Teil der täglichen Pflege.

Bei welchen Veränderungen sollten Sie sich untersuchen lassen?

Zunehmende Zahnempfindlichkeit, durchscheinende Zahnkanten, ungewöhnlich glatte und abgenutzte Flächen oder Änderungen der Zahnform sollten zahnärztlich abgeklärt werden. Solche Anzeichen allein erlauben keine sichere Diagnose. Bei häufigem Erbrechen oder Reflux ist zusätzlich ärztlicher Rat sinnvoll. Versuchen Sie nicht, Säuren mit scheuernden Hausmitteln zu neutralisieren.

Bei einer Vorsorgeuntersuchung bei RR Estudio Dental können Sie über Ihre Gewohnheiten, empfindliche Zähne und mögliche Schutzmaßnahmen sprechen. Nicht jeder Zahnabrieb entsteht durch dieselbe Ursache.

Medizinische Quellen